Wie immer ist die Zeit unser Feind und laeuft uns davon. Wir sind nun seit ca 3 Wochen in Guatemala und haben mal wieder wenig von uns hoeren lassen...
Nachdem wir 10 Std lang unterwegs sind und die Grenze Mex-Guate Irgendwo im Nirgendwo per Boot ueberqueren, checken wir mit einer lustigen Truppe im Norden des Landes auf der Mini Insel Flores in ein gemuetliches Hotel ein. Von Anfang an faellt uns auf, wie freundlich und offen die Guatemalen/Majas sind. In Flores ist es brechend heiss und wir haengen die meiste Zeit mit den Locals in und am See ab, der die einzige Abkuehlung bietet.
Wir machen einen Tagesausflug zu den riesigen Maja Ruinen und Tempeln von Tikal, die Mitten im Dschungel liegen. Aus den Wipfeln bruellen uns Hawlermonkeys an und wir geniessen die alte Architektur, die teilweise ueber die Baumkronen herrausragt und einen tollen Ausblick ueber das unendliche Gruen bietet.
Nach 3 Tagen Flores gehts weiter Nach Lanquin, ein mehr als abgelegenes Doerfli, dass mit mysterioesen Hoehlen und den Natur Pools von Semuc Champey aufwartet. Wir pennen im bisher coolsten und gechilltesten Hostel unserer Reise auf einer Anhoehe mit Blick ueber Dorf und Fluss. Wir sind die Einzigen, die sich nur die Outdoor Haengematten als Schlafgemach leisten koennen und haben daher unsere Zweisamkeit mit der Natur. Allerdings wird diese nachts regelmaessig von den 3 Hostel Hunde Welpen gestoert, die um 4 Uhr morgends um und in unseren Matten zu fighten anfangen.
Nur mit Kerzen bewaffnet laufen, klettern, rutschen und schwimmen wir durch die Grotten von Semuc und beschliessen danach einen sehr breiten Fluss mit Gepaeck zu ueberqueren, um das Eintrittsgeld fuer die Pools zu sparen. Das Ganze wird zumindest fuer die Jungs, die mit einem Arm die Rucksaecke ueber ihren Koepfen balancieren muessen und mit dem anderen gegen die Stroemung ankaempfen, ziemlich tough.
Dafuer werden wir mit hellblau schimmernden Badelagunen und kleinen Knabberfischlis belohnt, die einen umsonst pedikueren.
Leider geht uns nach 3 Tagen das Geld aus und da es in Lanquin keine Bank gibt, verlassen wir schweren Herzens diesen herrlichen Ort.
Weiter geht es nach Antigua, der ehemaligen Hauptstadt und staedtebaulichen Perle des Landes. Hier reihen sich, aehnlich wie in San Christobal, schoene Kolonialbauten aneinander und die Stadt wird zusaetzlich von 3 Vulkanen eingerahmt. Muy bonito!
Das Wetter laesst uns ein bisschen im Stich und es regnet ein paar Mal heftig. Auf Maxis Tipp hin besteigen wir den aktiven Vulkan Pacaya. Wir starten in dem armen Dorf Francisco, wo die Kids einem geschnitzte Wanderstoecke verkaufen, oder wanderfaule Amis auf ihren ¨horse-taxis¨ mitnehmen.Max´s Erzaehlungen sind waaghalsig, allerdings duerfen wir nicht bis zu den noch gluehenden Lavastroemen laufen, da vor ein paar Wochen 2 zu neugierige Touristen und ein Guide durch einen ploetzlichen Ausbruch um s Leben kamen. Ansonsten wartete Antigua mit gutem Essen und viel zu coolen Laeden und Marktstaenden auf-wir kaufen trotz knapper Kasse das ein oder andere...Meine neue Handtasche macht mich gluecklich!
Mit den kunterbunten, aufgemotzten Chickenbussen, made by Ford, holpern wir Richtung Berge und dem Lago Atitlan. Dieser wird umringt von verschiedenen, traditionellen Mayadoerfern und wir beschliessen uns, einige Tage in San Pedro zu stationieren, um unser Spanisch anzukurbeln.
Wir buchen einen 5 taegigen Sprachkurs und wohnen in dieser Zeit bei einer Maya Familie, um uns ein besseres Bild ueber das hiesige Leben zu machen. Und das ist ganz schoen anders!
Unsere Family hat 6 Kinder, Kueche, Klo und Dusche befinden sich mehr oder weniger im Freien und die taeglichen 3 Mahlzeiten sind nicht gerade ueppig. Es gibt zu 80 Prozent frijoles-Bohnen und huevos-Eier. Die Maegen werden wie in Mexico mit Tortillas gefuellt. Der arme Dani faellt langsam echt vom Fleisch und wir traeumen nicht nur einmal von heimischen Koestlichkeiten. Aber wir finden die Erfahrung wichtig und beobachten mit Staunen das fremde Leben. Die Rollen sind klar verteilt. Die Mutter schmeisst ohne Murren den gesamten Haushalt. Sie kocht ab morgends fuer jeden individuelles Essen, waescht alle Klamotten von Hand, putzt, baeckt Tortillas fuer die Nachbarn, weiss wann jedes Kind Schule hat, versorgt nebenher noch ihren Saeugling, der obendrein eine Fruehgeburt ist und wie ein zartes Kuecken geduldig in seinem Bettchen liegt. Unglaublich. Und dabei ist sie immer gut gelaunt und sieht unglaublich gut aus. Es gibt kaum Streit und die Kinder sind goldig und nett. Nur Tulita, die juengste Tochter haelt uns ganz schoen auf Trab.
Leider verpasst Shish aufgrund von gemeiner Magenkrankheit einen Tag Schule. Trotzdem lernen wir dazu und koennen mittlerweile ein paar gebrochene Saetze sprechen. Verstehen klappt schon relativ gut...
Wie ihr seht, haben wir schon wieder viel erlebt und werden irgendwie nicht muede.
In den naechsten Tagen fahren wir dann Richtung El Salvador.
Wir freuen uns riesig ueber den herrmannschen und gaugerschen Zuwachs ab 10.06 in Costa Rica!
adios
eure danshi
ps muessen euch leider enttaeuschen. Das Internet lahmt zu sehr, um Bilder abzuloaden. wird nachgeholt!
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