Dienstag, 20. April 2010

¿que honda?

So, jetzt lassen wir euch noch schnell nen Text da, bevor wir aus unserem Hostel in San Christobal auschecken und heute Nacht weiter ueber Palenque Richtung Tikal(Guatemala) weiterreisen. Das wird ne ganz schoene Tortur, da wir mit Bus, Bahn und Boot fahren muessen und wahrscheinlich 2 Tage unterwegs sein werden.

Backflash: Am 6 April fahren wir von San Diego aus mit dem Trolley bis an die mexikanische Grenze. Wir sind voellig ueberrascht, dass es keine Grenzkontrolle gibt und wir nicht mal unsere Ausweise zeigen muessen. Koennen einfach nach Tijuana reinlaufen. Der nette Besitzer unseres Hotels faehrt uns jedoch postwendend zur Grenze zurueck, da wir natuerlich doch ein Non-Immigrant Visum brauchen. Den Grenzbeamten muessen wir fast beknien uns weiter zu helfen und unsere Paesse zu stempeln. So viel schon mal zur mexikanischen Buerokratie und ´mir is alles wursti´Einstellung!

Die Grenzstadt empfinden wir als lange nicht so bedrohlich, wie von den Amis prophezeit. Laenger aufhalten moechte man sich in TJ trotzdem nicht unbedingt.

Am naechsten Morgen gehts dann per Flieger 5 Std nach Mexico City. Dank glasklarem Wetter kleben wir die ganze Zeit an der kleinen Fensterluke, um uns nichts von der Wueste und den Bergen, die tief unter uns vorbeiziehen, entgehen zu lassen.Beautiful!

Wir checken mitten im Zocalo (Zentrum) ein und wuehlen uns 2 Tage durch Menschenmassen, unzaehlige Staende, Autochaos und co. Das Centro Historico ist umwerfend schoen und erinnert teilweise an Plaetze in Mailand oder Sevilla. Eine der wohl bisher lebendigsten Staedte unserer ganzen Reise und viel sauberer und angenehmer, als erwartet. Witzige Gestalten sind die strengen Polizisten zu Pferd, oder die Mariachis(traditionelle Musikanten), die prostituiertengleich am Strassenrand auf Kundschaft warten.
Eine riesige, romantische Fotoausstellung von Willy Sousa mit dem passenden Titel´Mexico en tus sentidos´stimmt uns vollends auf den hiesigen, kunterbunten Lifestyle ein. Wir werden interviewed und gefilmt und sollen auf der Museeums Homepage erscheinen.

auf einer 8 stuendigen Fahrt lassen wir uns durch eine staubtrockene, kakteenbewachsene Praerie und durch die Sierra Norte in den Oaxacastaat kutschieren. Auf den wenigen Feldern sehen wir arme Bauern mit Eseln arbeiten und viele ruinenartige Behausungen.
In Oaxaca ist es endlich wieder so richtig warm und die wunderschoene, verwinkelte Altstadt mit ihren unzaehligen Kunstmaerkten, kleinen Hinterhoefen und coolen Cafes gewinnt uns sofort fuer sich.

Nach so vielen Staedten wollen wir endlich wieder an´s Meer und entscheiden uns diesmal ungleucklicherweise fuer einen billigen 2nd class Bus. Nachdem der Anlasser o.ae. verreckt, muessen wir Nachts um 12 erstmal 2 Std warten und als das klaepprige Gefaehrt endlich startklar ist, schaukeln wir wie in einer Nussschale durch die Berge und der halbe Bus kotzt sich die Seele aus dem Leib.Horror!Kommen voellig ko in Puerto Escondido an.

Wir finden ein gemuetliches Zimmer mit Meerblick in einer kleinen, herzlichen Familienpension und freuen uns auf Sonne, Strand und Ausspannen. Es ist brechend heiss und wir liegen wie lethargische Leguane uebermuedet im Schatten. Am naechsten Morgen finden wir eine herrliche, kleine Bucht mit gestreiften Liegen, Sonnenschirm und persoenlicher Bedienung-den Luxus goennen wir uns und schalten voellig ab. Wir freunden uns mit 2 witzigen, mexikanischen Brothers an, die uns in die lokalen Speisen (Tasajo-Steak und Platano Macho-gegrillte Bananen mit Sweetmilk) und spanischen Floskeln einfuehren. Mit dem Espagnol hapert es naemlich mehr als erwartet und wir kriegen kaum einen vollstaendigen Satz zusammen, geschweigedenn, dass wir irgendetwas verstehen...

Nach Escondido machen wir einen 5 taegigen Stopp im tropischen Zipolite. Hier scheint die Zeit dank kochenden Graden stillzustehen und alles bewegt sich in Zeitlupe. Selbst die streunenden Hunde, die sich Nachts wilde Kaempfe liefern, sind tagsueber die liebsten Laemmer. Paradiesvoegel verschiedenster Art zwitschen um die Wette. Ausser lecker Essen gehen, abflaetzen und in den aeusserst wilden Pazifikwellen baden, passiert nicht gerade viel und das ist auch gut so. Zipolite ist ein Mini-Hippie-Dorf, in dem man es ewig aushalten koennte. Jeder kennt jeden und trotzdem hat man absolute Ruhe.

Zum Hoehepunkt wird ein kleiner Schnorchelausflug, der zunaechst eher durchschnittlich beginnt. Wir sehen ein paar Delphine und springende Tunas, die Visibility unter Wasser ist eher mau. Als wir zur Mittagspause an einem Strand anlegen und gerade Essen bestellen, bruellt unser Bootsfuehrer ploeztlich:Shit-there s a killer-jump back into the boat!!Wir rennen zurueck zum Wasser und sehen in der Ferne eine riesige Flosse durch die Luft peitschen. Wir duesen so schnell es geht aufs offene Meer hinaus. Alle sind aufgeregt und schauen uebers Wasser. Eine Viertel Std lang passiert garnichts. Dann sehen wir sie: Mama Orka und Baby Orka gleiten 10 Meter neben unserem kleinen Boot geschmeidig durchs Wasser. Ein atemberaubender, unvergesslicher Moment, der alle in Atem haelt.

Seit 2 Tagen sind wir nun im aermsten Staat, den Chiapas. San Christobal ist eine alte, spanische Kolonialstadt mit farbenfrohen Haeusschen, Kunsthandwerk und vielen umliegenden Majadoerfern. Gestern haben wir eines davon besucht: Chemula. Hier befindet sich eine Kirche, in der religioese Riten, wie Huehner schlachten und Geister austreiben stattfindet. Es ist nicht erlaubt zu fotografieren, aber wir nehmen die geheimnisvolle Stimmung und die besondere spirituelle Stimmung in uns auf.

Das Spannende an Mexiko ist die Vermischung aus erster und dritter Welt. Es gibt ausgebaute Autobahnen, moderne Kommunikation und funktionierende Toilettenspuelungen. Trotzdem leben ca 60 Prozent der Bevoelkerung an der Armutsgrenze, Kinder gehen betteln und bekommen ausser Maistortillas und Chilis nicht viel zu beissen.

Mit dem Sprechen klappts jetzt schon ein klein wenig besser und wir sind gespannt auf unsere kommenden Erfahrungen in CA!

So langsam rueckt unser Wiedersehen mit euch allen ziemlich nahe. Wir freuen uns!

eure Danshi

P.S. Bilder gehen bis San Christobal 2

Montag, 5. April 2010

Zurueck in die Zukunft...

...NZ-LA-wir kriegen einen Tag geschenkt.

Unser Abflug nach LA war malwieder mit einigen Turbulenzen verbunden, da Dani's ID Number Probleme machte. 20 min vor Abflug musste er ein neues Visum beantragen und als eigentlich schon Boarding Time war, hingen wir noch in der 1. Gepaeckkontrolle fest.
Schweissgebadet und nervoes schafften wirs gerade noch in den Flieger...
Der pinke Sonnenaufgang beim Anflug auf LA, das sich wie eine ueberdimensionale Chipkarte unter uns ausbreitete, war ein kribbeliger Moment...

Nachdem wir in unser 50er Jahre Hostel eingecheckt hatten, wurde keine Ruecksicht auf Jetlag genommen, sondern es standen 3 Tage hardcore Stadterkundung auf dem Plan.

Angefangen bei der Freakshow auf dem Hollywood Blvd(beruehmte Sterne, 3 umoperierte Jackos, Kodak und Graumann Theatre etc), ging es zu Fuss ueber den Boardwalk von Santa Monica bis nach Venice Beach, wo wir uns wie im Film fuehtlen(dass Mitch oder Pam nicht auf Ihrem Platz am Rettungsschwimmerhaeuschen standen war schade). Ein chaotischer Mix aus Menschen versch. Nationen auf Raedern, Skates & Co, Maerkte, Baskettballcourt, Workout & Skatepark 'hustled' direkt am Strand. Alle sind in bester Stimmung, Farben, Formen und Geraeusche machen Lust, hier laenger zu bleiben!

Zum Feiern ab nach Hollywood in ein zum Club umgebautes, altes Theater, in
dem Tiefschwarz auflegen und wir zur Elektromucke kraeftig die Hueften schwingen.

Nach kurzem Schlaf nehmen wir Downtown und die Disney Music Hall zum Fruehstueck mit und verlaufen uns in ein Mexikanerviertel in dem gerade 'Blessing of the animals' stattfindet. Dani kriegt eine gelbe Boa um den Hals gelegt.

Richtig prunkvoll wirds am Rodeo Drive,in Bel Air & Beverly. Shish bestaunt die Schaufensterauslagen, Dani den Fuhrpark, der die Strassen entlangrollt.
Zum Sonnenuntergang fahren wir hoch aufs Getty Centre. Wow, was fuer eine Architektur, ein Garten, ein Ausblick, eine Kunstsammlung!

Wir treffen zwar keinen Promi, aber eine 10 Mio Metropole,in der so unerwartet offene und herzliche Menschen leben, konnte bei uns nur punkten. Die Zeit war viel zu kurz und wir wollen nochmal!

Als wir am Busbahnhof unsere Tickets nach San Diego kaufen, zittert ploetzlich die Erde 2-3 Mal. 'shit, thats an earthquake, but we re not in its center'sagt der Mann am Schalter. 10 Min spater sehen wir im TV: Baja California hat s erwischt.Staerke 7,2. Zum Glueck sind wir erst 2 Tage spaeter dort unten.

Was uns mehr beunruhigt sind die ganzen Reaktionen auf unseren Abflug von Tijuana. Jeder, dem wir davon erzaehlen, raet uns waermstens davon ab die Stadt zu betreten, da die Drogenkriege dort wohl ziemlich eskalieren. Jetzt wissen wir jedenfalls, warum der Flug so billig war...

Sind seit gestern im gediegenen San Diego und fahren morgen mit dem Trolley bis an die Grenze.

Keine Sorgen, we gonna be careful!

danshi

hollywood Blvd

 

 

 

 
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santa monica

 

 

 

 
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venice beach

 

 

 

 
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bissle mit freaken

 

 

 
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LA City

 

 

 

 
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