Teil 2 El Salvador. Nachdem wir vier gediegene Tage in den Doerfern der Routa de las Flores verbringen, uns von einem netten Ex Guerilla, den wir auf einer Busfahrt kennenlernen, zum im Dschungel gelegenen Freibad und in sein Heimatdorf fuehren lassen und auf dem woechentlichen Foodfestival leckere Speisen verspeisen, zuckeln wir im Chickenbus Tempo weiter an die schwarzen Straende von El Tunco.
Tunco ist ein verschlaffenes Strandkaff mit oberrelaxten Locals, dass nur am Wochenende von surfbegeisterten Hauptstaedtern zum wirklichen Leben erwacht. Wir wohnen bei einer suessen Family, die ein paar Zimmer vermietet und lernen am Abend eine lustige Crew kennen, mit denen wir erstmal die Strandbar erobern. Am naechsten Morgen wird trotz Kater ein Longboard geliehen, weil in Tunco gesurft werden muss und nachdem Dani erstmal einen kleinen Wutanfall kriegt, weils nicht gleich so klappt, wie er will und er das Brett schon fast wieder zurueckbringt, beschliessen wir es doch nochmal langsamer anzugehen und er erklaert Shish die wichtigsten Grundsteps.
Wir stuerzen uns 4 Tage lang in die Wellen und vorallem die weibliche Seite des Danshi findet es alles andere als einfach. Koennte ihr neuer Lieblingssport werden. Gut fuer die Figur, man schwitzt nicht, heisse Surfboys, aber da ist dann noch das Problem mit der Schwerkraft, den unberechenbaren Brutalowellen, die einen gnadenlos vom Brett fetzen und ueberhaupt. Bei Dani klappts da schon um einiges besser. Wollens in Nicaragua nochmal probieren. Am letzten Abend treffen wir Freunde aus Lanquin wieder und wir begeben uns schweren Herzens auf unsere Monsterreise von Salvador, ueber Honduras bis nach Nicaragua.
Es geht mit 8 verschiedenen Bussen 12 Stunden lang ueber 4 Grenzen. Es ist unglaublich heiss und die sonst so gechillten Leute lassen uns keine Chance wenigstens etwas zu essen. Alle Busse sind ueberpuenktlich, obwohl es keinerlei Fahrplaene gibt und wir sind froh, als wir 4 nette Nicas kennenlernen, die uns in der Dunkelheit zu den richtigen Collectivo Transporten und ueber die Grenze mitnehmen.
Voellig zerfledert schaffen wir es Nachts in ein ueberteuertes Hotel. Aber immerhin sind wir im richtigen Land. Wir schlingen unser Gallo Pinto- Reis, gespickt mit roten Bohnen runter, als haetten wir noch nie Reis und Bohnen gekostet. What a joke. Wir schlafen dank rockkonzertartigem Gewitter und lautem Hotelpersonal beschissenst.
Weiter gehts in die ehemalige Hauptstadt Leon, wo wir 2 Tage hauptsaechlich zu Hause bei ein paar witzigen Nicakids verbringen, mit denen wir uns am Hamburguesa-Stand anfreunden. Die Kinder wohnen alle mit ihrer Oma in einem scheunenartigen Haus. Die Eltern sind zum Arbeiten in Costa Rica, den Staaten oder unbekannt. Wir kucken das schlechte Championsligue Finale und muessen der Abuela erklaeren, dass wir ihre Zoeglinge nicht einfach mit zum Arbeiten nach Alemana mitnehmen koennen. Die Naechte sind dank den schwuelheissen Gewitter mal wieder ziemlich schlaflos.
Unser Wochenende verbringen wir ganz entspannt am nahegelegenen Pazifikstrand, der mit endlos Beach, viel Ruhe und guenstigem, frischem Fisch punktet.
Gestern Abend sind wir dann mit dem Nachtbus und heute morgen die letzten 2 Stunden per Speedboot, da die Stadt nur ueber einen Fluss zu erreichen ist, hoch nach Bluefields auf die Karibikseite gefahren. Hier sind die Menschen nicht wie sonst spanisch, sondern britisch kolonialisiert worden und der groesste Teil ist farbig.
Morgen flitzen wir dann vollends auf die ziemlich abgelegenen Corn Islands,wo s karibisch paradiesisch sein soll. Am Wochenende steigt in Bluefields die Palo de Mayo. Eine riesige Fiesta mit Party Floats, viel Tanzen und Feiern. Wir hoffen mal das sich die Fahrt hier hoch gelohnt hat! Das Staedtchen gefaellt uns jedenfalls.
Sou, jetzt noch viel Spass beim Bilder schauen. We miss u all!!!
eure danshi
Dienstag, 25. Mai 2010
Mittwoch, 12. Mai 2010
bei den salvis
Unsere letzten Tage in Guate haben wir in dem sehr traditionellen Dorf Chichicastenango verbracht.
Noch auffaelliger als sonst, sind hier alle Frauen in Tracht gekleidet und tragen stolz ihre reich bestickten Blousas zur Schau. Chichi ist sehr abgelegen und unter der Woche geht nicht viel, doch Samstag Abends bereiten sich alle auf das Spektakel am Sonntag vor und bauen eifrig ihre Staende auf, um auf einem der groessten mercados in Guatemala ihre Waren anzupreisen. Am Vorabend fressen wir uns bereits durch allerlei Koestlichkeiten und fuehlen uns bei Abenddaemmerung und heisser Reismilch, die suechtigmachend lecker schmeckt, fast wie auf dem Weihnachtsmarkt.
Bevor wir uns am naechsten Morgen von winzig kleinen, dicken Mamas durch die Gassen schieben lassen, wohnen wir der Fruehmesse in einer schoenen Kathedrale bei, lauschen den Gesaengen und werden von extrem viel Weihrauch eingequalmt.
Der mercado platzt aus allen Naehten und es wird gefeilscht was das Zeug haelt-auch wir sind kraeftig am Verhandeln und ersteigern ein paar coole Erinnerungsstuecke.
Am Nachmittag wandern wir ueber einen farbenfohen Friedhof, wo Familien ihren Liebsten ganze Haeuser bauen, um die angemessene Totenruhe zu garantieren. Hier haben die Grabstaetten einen weitaus frischeren Anstrich, als in der Stadt.
In einer unendlich lang erscheinenden Busfahrt, auf der uns auch noch der suesse Welpe unserer Nebensitzerin vollkackt, erreichen wir am Montag die Grenze nach El Salvador. Da Guate, Salvador, Honduras und Nicaragua ein Vier-Laender Abkommen haben, koennen wir problemlos einreisen.
Das Witzige ist, dass man bei einem Laenderwechsel von der ersten Minute an einen Unterschied spuert. Hier scheinen die Menschen mehr USA orientiert zu sein. Bezahlt wird in Dollar, die Frauen sind sexy geschminkt, im Bus laeuft Transporter 2 und die Stimmung ist genau so, wie man sich die Cliche Latinos eben so vorstellt.
Wir bleiben zwei Tage in Santa Ana, der zweitgroessten Stadt des Landes und fuehlen uns pudelwohl. Gerade sind wir in einem Dorf auf der Routa de Flores eingetroffen, die wir morgen per Chickenbus entlang tingeln werden.
Auch wenn wir viele ueble Geschichten ueber die MS 13 gehoert haben und das Land eine ziemliche Bad Reputation hat, was Verbrechen aller Art angeht, wollen wir hier reisen und versuchen unvoreingenommen zu sein. Es schreckt zwar etwas ab, dass alle Fenster vergittert sind, es Strassenschilder mit no guns Sign gibt und vor jedem Shop ein Typ mit Machete und oder Schrotflinte steht, aber die Menschen machen es einem einfach keine Angst zu haben. Noch krasser, als in Guatemala werden wir von allen Seiten angelaechelt, neugierig beaeugt und angesprochen...
Bisher haben wir noch keinen anderen Touri gesichtet und haben somit das Land fuer uns!
besitos
eure Danshi
Noch auffaelliger als sonst, sind hier alle Frauen in Tracht gekleidet und tragen stolz ihre reich bestickten Blousas zur Schau. Chichi ist sehr abgelegen und unter der Woche geht nicht viel, doch Samstag Abends bereiten sich alle auf das Spektakel am Sonntag vor und bauen eifrig ihre Staende auf, um auf einem der groessten mercados in Guatemala ihre Waren anzupreisen. Am Vorabend fressen wir uns bereits durch allerlei Koestlichkeiten und fuehlen uns bei Abenddaemmerung und heisser Reismilch, die suechtigmachend lecker schmeckt, fast wie auf dem Weihnachtsmarkt.
Bevor wir uns am naechsten Morgen von winzig kleinen, dicken Mamas durch die Gassen schieben lassen, wohnen wir der Fruehmesse in einer schoenen Kathedrale bei, lauschen den Gesaengen und werden von extrem viel Weihrauch eingequalmt.
Der mercado platzt aus allen Naehten und es wird gefeilscht was das Zeug haelt-auch wir sind kraeftig am Verhandeln und ersteigern ein paar coole Erinnerungsstuecke.
Am Nachmittag wandern wir ueber einen farbenfohen Friedhof, wo Familien ihren Liebsten ganze Haeuser bauen, um die angemessene Totenruhe zu garantieren. Hier haben die Grabstaetten einen weitaus frischeren Anstrich, als in der Stadt.
In einer unendlich lang erscheinenden Busfahrt, auf der uns auch noch der suesse Welpe unserer Nebensitzerin vollkackt, erreichen wir am Montag die Grenze nach El Salvador. Da Guate, Salvador, Honduras und Nicaragua ein Vier-Laender Abkommen haben, koennen wir problemlos einreisen.
Das Witzige ist, dass man bei einem Laenderwechsel von der ersten Minute an einen Unterschied spuert. Hier scheinen die Menschen mehr USA orientiert zu sein. Bezahlt wird in Dollar, die Frauen sind sexy geschminkt, im Bus laeuft Transporter 2 und die Stimmung ist genau so, wie man sich die Cliche Latinos eben so vorstellt.
Wir bleiben zwei Tage in Santa Ana, der zweitgroessten Stadt des Landes und fuehlen uns pudelwohl. Gerade sind wir in einem Dorf auf der Routa de Flores eingetroffen, die wir morgen per Chickenbus entlang tingeln werden.
Auch wenn wir viele ueble Geschichten ueber die MS 13 gehoert haben und das Land eine ziemliche Bad Reputation hat, was Verbrechen aller Art angeht, wollen wir hier reisen und versuchen unvoreingenommen zu sein. Es schreckt zwar etwas ab, dass alle Fenster vergittert sind, es Strassenschilder mit no guns Sign gibt und vor jedem Shop ein Typ mit Machete und oder Schrotflinte steht, aber die Menschen machen es einem einfach keine Angst zu haben. Noch krasser, als in Guatemala werden wir von allen Seiten angelaechelt, neugierig beaeugt und angesprochen...
Bisher haben wir noch keinen anderen Touri gesichtet und haben somit das Land fuer uns!
besitos
eure Danshi
Dienstag, 11. Mai 2010
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