Samstag, 28. November 2009

Montag, 16. November 2009

lebenszeichen

An alle, die sich langsam Sorgen machen:Uns gehts guuuuuuuuuuuuuut!! Momentan ist es einfach schwierig uns via Internet oder Telefon zu melden, da wir momentan voellig ohne Elektrizitaet und moderne Kommunikationsmittel leben. Bitte also nicht ueber unbeantwortete Emails|Facebookeintraege traurig sein- Wir denken ganz oft an Euch und freuen uns ueber jede Nachricht aus Deutschland!

Leider ist Bilder bloggen gerade auch nicht moeglich, da das hier in der Stadtbuecherei nicht funktioniert(haetten euch so gerne unser gemuetliches Camp und unsere geilen Fruitpicker Outfits praesentiert, aber das wird dann einfach so bald wie moeglich nachgeholt-versprochen!)

Wir hausen jetzt seit fast 3 Wochen in den herrlichen Wetlands und haben mehr oder weniger fleissig Fruechte geerntet- je nach Hitze (Temperaturen bis 50 Grad) und Laune(um 5 Uhr aufstehen suckz). Die Erfahrungen, die wir hier mit unserer Flusscommunity machen sind unbeschreiblich- das Wenige was wir haben wird geteilt und wir halten alle fest zusammen- wie in einer Ersatzfamilie.

Langsam nehmen wir affenartige Gewohnheiten an und Haare wuchern wie wild. Shish arbeitet momentan als Frisoese und darf den Jungs wildeste Haircutz verpassen- voll mein neuer Traumberuf!
Als wir ueber unsere Rueckfahrt nach Adelaide und Zivilisation gesprochen haben, meinte Dani ganz entsetzt: oh Gott-eine Stadt, das geht grad gar nicht-ich fuehl mich wie ein Dschungeltier...

Es gibt so viele kleine Geschichten zu erzaehlen, aber die folgen, wenn wir wieder zu Hause sind. Die Locals sind nach wie vor crazy aber warmherzig und grosszuegig wie no where else.

Morgen ist unser letzter Arbeitstag und am Wochenende brechen wir auf Richtung grosse, weite Wueste. Ein wenig mulmig ist uns schon, haben mit einigen Leuten gesprochen, die heftige Kaenguruh Unfaelle hatten. Die Viecher springen einem einfach voll ins Auto. Aber wir werden vorsichtig und nur tagsueber reisen, da die Tiere vorallem in der Daemmerung und Nachts unterwegs sind. Eventuell machen wir noch einen Abstecher zur Eyre Peninsular- einer Halbinsel westlich von Adelaide.

Eigentlich war Australien ja als unser "Arbeitsland" gedacht und vorallem Schirin hat sich sonst nicht viel aus down under gemacht, aber da lag sie mal ziemlich daneben- natuerlich ist hier alles komplett anders als in relaxing South East Asia, aber dadurch, dass wir hier Leben und Arbeiten und vorallem dank englischer Sprache mit den Leuten kommunizieren koennen, fuehlen wir uns hier langsam zu Hause. Und landschaftlich gesehen bietet wohl kaum ein anderer Kontinent eine solche Bandbreite an atemberaubender Schoenheit. Naja, an die Vogelspinnen und Schlangen, die einem hier beim ahnungslosen Orange Picking aus dem Gestraeuch angrinsen, haben wir uns noch nicht so gut gewoehnt-aber das kommt noch!

Wir hoffen, dass es euch allen da draussen rundum gut geht- wir schicken euch ein paar waermende Strahlen von der burning australian sun!

love
danshi

Donnerstag, 5. November 2009

naranja, naranja

Nachdem wir letztes Wochenende unser neues mobile home schlaf und wohntauglich eingerichtet haben und Sonntag noch einen Relaxtag am Strand von Adelaide eingelegt haben, ging es Montag ins Landesinnere, was so viel bedeutet wie: Noch heisser, noch trockener- Temperaturen bis 36 Grad und das ist erst der Anfang.

Unsere neue Bleibe heisst fuer den Monat November Waikerie- ein schnuckeliges Farmer Oertchen im Murray Riverland, South Australia. Was uns hier her verschlaegt? Dicke, fette Orangen.

Wir picken die Citrusfruechte bis zum Abwinken, da hier nicht nach Std, sondern nach Bin bezahlt wird. Die Arbeit ist hart(endlose Reihen riesiger, mit Stacheln und Insekten uebersaehte, motherfuckin orange trees die es im Eiltempo zu entfruchten gilt- Leiter rauf, Leiter runter und den Bauchbeutel Kaenguruh like befuellen),wir machen noch zu wenig Koerbe, aber unsere illegale Campside im nahegelegenen Naturschutzgebiet direkt am Fluss macht alles wieder wett. Wir teilen uns ein herrliches Fleckchen Erde zwischen einem ausgetrockneten Salzsee und dem tuerkisblauen Murrayriver mit einer Crew Franzosen und zwei verpeilten Deutsch(allesamt arme Fruitpickers).
Wir stehen um 5 Uhr morgens auf, gehen aufs Feld ernten und kommen in der Mittagshitze voellig verdreckt an und jumpen erstmal ins kalte Nass. Unser Fluss dient also als Dusche, Spuelbecken und Kaffeewasser. Danach wird Feuerholz gesammelt und dann heisst es: Feierabend- wie das duftet! Abchillen und die hart verdienten bugz(dollar) fuer Wein und BBQ raushauen.

Die Landschaft ist mal wieder atemberaubend und wir geniessen das australische Landleben.

Langsam planen wir auch unseren Trip mitten durchs Outback bis rueber an die Ostkueste(5000 km). Da wird noch einiges an Staub und Hitze auf uns zukommen, aber wir haben mega Bock auf Ausnahmezustand.

we kiss ya, we miss ya!!!

see ya laidahhh!
eure danshi