Mittwoch, 12. Mai 2010

bei den salvis

Unsere letzten Tage in Guate haben wir in dem sehr traditionellen Dorf Chichicastenango verbracht.
Noch auffaelliger als sonst, sind hier alle Frauen in Tracht gekleidet und tragen stolz ihre reich bestickten Blousas zur Schau. Chichi ist sehr abgelegen und unter der Woche geht nicht viel, doch Samstag Abends bereiten sich alle auf das Spektakel am Sonntag vor und bauen eifrig ihre Staende auf, um auf einem der groessten mercados in Guatemala ihre Waren anzupreisen. Am Vorabend fressen wir uns bereits durch allerlei Koestlichkeiten und fuehlen uns bei Abenddaemmerung und heisser Reismilch, die suechtigmachend lecker schmeckt, fast wie auf dem Weihnachtsmarkt.
Bevor wir uns am naechsten Morgen von winzig kleinen, dicken Mamas durch die Gassen schieben lassen, wohnen wir der Fruehmesse in einer schoenen Kathedrale bei, lauschen den Gesaengen und werden von extrem viel Weihrauch eingequalmt.

Der mercado platzt aus allen Naehten und es wird gefeilscht was das Zeug haelt-auch wir sind kraeftig am Verhandeln und ersteigern ein paar coole Erinnerungsstuecke.
Am Nachmittag wandern wir ueber einen farbenfohen Friedhof, wo Familien ihren Liebsten ganze Haeuser bauen, um die angemessene Totenruhe zu garantieren. Hier haben die Grabstaetten einen weitaus frischeren Anstrich, als in der Stadt.

In einer unendlich lang erscheinenden Busfahrt, auf der uns auch noch der suesse Welpe unserer Nebensitzerin vollkackt, erreichen wir am Montag die Grenze nach El Salvador. Da Guate, Salvador, Honduras und Nicaragua ein Vier-Laender Abkommen haben, koennen wir problemlos einreisen.

Das Witzige ist, dass man bei einem Laenderwechsel von der ersten Minute an einen Unterschied spuert. Hier scheinen die Menschen mehr USA orientiert zu sein. Bezahlt wird in Dollar, die Frauen sind sexy geschminkt, im Bus laeuft Transporter 2 und die Stimmung ist genau so, wie man sich die Cliche Latinos eben so vorstellt.

Wir bleiben zwei Tage in Santa Ana, der zweitgroessten Stadt des Landes und fuehlen uns pudelwohl. Gerade sind wir in einem Dorf auf der Routa de Flores eingetroffen, die wir morgen per Chickenbus entlang tingeln werden.

Auch wenn wir viele ueble Geschichten ueber die MS 13 gehoert haben und das Land eine ziemliche Bad Reputation hat, was Verbrechen aller Art angeht, wollen wir hier reisen und versuchen unvoreingenommen zu sein. Es schreckt zwar etwas ab, dass alle Fenster vergittert sind, es Strassenschilder mit no guns Sign gibt und vor jedem Shop ein Typ mit Machete und oder Schrotflinte steht, aber die Menschen machen es einem einfach keine Angst zu haben. Noch krasser, als in Guatemala werden wir von allen Seiten angelaechelt, neugierig beaeugt und angesprochen...

Bisher haben wir noch keinen anderen Touri gesichtet und haben somit das Land fuer uns!

besitos
eure Danshi

Keine Kommentare: